Publikationen rund um das Thema Permakultur-Landwirtschaft

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Unsere Sammlung an Publikationen und Forschungsarbeiten

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117 Publikationen gefunden
Maturaarbeit
August 2022
Kantonsschule Musegg Luzern
Seraina Leu
Bestimmt kennen Sie die riesigen Mais- oder Weizenfelder, die man neben der Autobahn oder von der Landstrasse aus sieht. Diese Felder sind zwar ästhetisch sehr ansprechend, jedoch wächst auf jedem Feld nur eine einzige Sorte Getreide oder Gemüse. Diese sogenannten Monokulturen sind weit verbreitet. Haben sie schon einmal ein Feld gesehen, auf dem verschiedene Getreidesorten wachsen? Genau solche Mischkulturen, wie sie in der Permakultur propagiert werden, möchte ich in meiner Arbeit genauer untersuchen. Nur wenige Menschen können sich etwas unter Permakultur vorstellen. Genau dies möchte ich ändern. Wenn Sie schon einmal von Permakultur gehört haben und denken, dass auf Permakulturfelder ein wildes Durcheinander von Gemüsesorten und Bäumen herrschen muss, dann lassen Sie sich von meiner Arbeit überraschen. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei all den Menschen bedanken, die mich während meiner Maturaarbeit unterstützt haben. Herrn Martin Fechtig danke ich, dass er mir bei Fragen immer weitergeholfen hat. Ein besonderer Dank möchte ich allen Landwirten aussprechen, die mir Auskünfte über Ihre Höfe gegeben haben und mit denen ich interessante Gespräche führen durfte («Bachmatt-lihof» Darius Tuor, «Mooshof» Albert Portmann, «Kiliangemüse» Kilian Boog, «Erlenhof» Dario Heller). Meiner Nachbarin Stefanie Holm von der Stiftung «Visio permakultura» danke ich für die Inspiration zu der Themenwahl sowie die Möglichkeit die Permakulturhöfe zu besuchen. Ein Dankeschön an Adrian Reutimann von der Bfh für die Unterstützung bei der Suche nach Ansprechpersonen zur Landwirtschaft.
Masterarbeit
Juli 2022
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Julia Regele
Die intensive Landwirtschaft gilt heute als ein Hauptverursacher des Klimawandels, der zunehmenden Ressourcenknappheit und des Verlustes der biologischen Vielfalt. Die Etablierung einer, im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinne, nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft, die ausreichend Nahrungsmittel erzeugt, ohne die natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören, erfordert umfassende Anpassungen des gegenwärtigen Landwirtschaftssystems. Vor diesem Hintergrund entwickelten Bill Mollison und David Holmgren in den 1970er Jahren ein Gestaltungssystem, das durch die Anwendung bestimmter Prinzipien gegenwärtigen und zukünftigen Generationen ein gutes Leben ermöglichen soll: Die Permakultur. Trotz des häufig erwähnten Potentials der Permakultur, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten zu können, mangelt es vor allem im landwirtschaftlichen Bereich an Forschungsarbeiten, die diesen Zusammenhang untersuchen. Um diese Lücke zu schließen, wurde in der vorliegenden Literaturarbeit der Frage nachgegangen, welchen Beitrag die Prinzipien der Permakultur zur Entwicklung einer nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft leisten. Dazu wurden zunächst die theoretischen Grundlagen in den Bereichen der Nachhaltigkeit und der Permakultur beleuchtet und die Erkenntnisse aus bisherigen Forschungsarbeiten gesichtet. Darauf aufbauend wurden die von Holmgren entwickelten Permakulturprinzipien in Hinblick auf die Nachhaltigkeit genauer analysiert, mit dem Ergebnis, dass die Anwendung dieser Prinzipien auf vielfältige Weise zur Entwicklung einer ganzheitlich nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft beitragen kann. Anhand der Vorstellung zweier Praxisbeispiele wird dargelegt, wie die Permakultur auf unterschiedliche Weise angewendet werden kann. Auf dieser Grundlage ist es empfehlenswert, weiterführende Forschung durchzuführen, vor allem um den Beitrag der Permakultur zur Nachhaltigkeit auch empirisch zu untersuchen.
Bachelorarbeit
Februar 2022
Universität Kassel
Tristan Mitzel
Die Landbewirtschaftung (Landwirtschaft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung) ist für knapp ein Viertel (~10 – 12 GtCO2eq / Jahr) der anthropogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich, wobei die Landwirtschaft den größten Teil davon ausmacht (IPCC, 2014, S.816). Außerdem trägt die Landwirtschaft zum Verlust der Biodiversität, zur Erosion und zu Humusverlusten und damit einhergehend zu Verwüstung und Überschwemmungen bei. Wie lange unser Oberboden bei einer Erosionsrate, die größer ist als die Bodenneubildung (FAO, 2019), hält, ist letztlich nur eine Frage der Zeit. Die Geschichte zeigt die menschengemachte Verwüstung der Epizentren menschlicher Zivilisation durch nicht nachhaltige Landbewirtschaftung (Montgomery, 2007 und Montgomery, 2017). Doch wie es beispielsweise in der Permakultur häufig betont wird, das Problem ist gleichzeitig auch die Lösung. Menschengemachte Ökosysteme wie bspw. Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas. Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) schlägt schon seit 2014 die Agroforstwirtschaft, wozu unter anderem auch Streuobstwiesen zählen, als Lösungsansatz mit sehr großem Potenzial vor (IPCC, 2014). Während in Ländern wie Frankreich, Großbritannien, den USA oder Neuseeland Agroforstsysteme bereits seit Jahrzehnten erprobt werden (Bender u. a., 2009), scheitert die Umsetzung in Deutschland nach wie vor an schlechten Förderbedingungen, ungenauen rechtlichen Bestimmungen und einer unverständlichen Ablehnungs-Haltung der zuständigen Ämter und Behörden gegenüber der Integration von Gehölzen in Agrarproduktionssystemen und das Zusammendenken von Naturschutz und Landwirtschaft auf derselben Fläche.
Artikel
Januar 2022
PeerJ Publishing
David R. Montgomery​, Anne Biklé, Ray Archuleta, Paul Brown, Jazmin Jordan
Several independent comparisons indicate regenerative farming practices enhance the nutritional profiles of crops and livestock. Measurements from paired farms across the United States indicate differences in soil health and crop nutrient density between fields worked with conventional (synthetically-fertilized and herbicide-treated) or regenerative practices for 5 to 10 years. Specifically, regenerative farms that combined no-till, cover crops, and diverse rotations—a system known as Conservation Agriculture—produced crops with higher soil organic matter levels, soil health scores, and levels of certain vitamins, minerals, and phytochemicals. In addition, crops from two regenerative no-till vegetable farms, one in California and the other in Connecticut, had higher levels of phytochemicals than values reported previously from New York supermarkets. Moreover, a comparison of wheat from adjacent regenerative and conventional no-till fields in northern Oregon found a higher density of mineral micronutrients in the regenerative crop. Finally, a comparison of the unsaturated fatty acid profile of beef and pork raised on one of the regenerative farms to a regional health-promoting brand and conventional meat from local supermarkets, found higher levels of omega-3 fats and a more health-beneficial ratio of omega-6 to omega-3 fats. Despite small sample sizes, all three crop comparisons show differences in micronutrient and phytochemical concentrations that suggest soil health is an under appreciated influence on nutrient density, particularly for phytochemicals not conventionally considered nutrients but nonetheless relevant to chronic disease prevention. Likewise, regenerative grazing practices produced meat with a better fatty acid profile than conventional and regional health-promoting brands. Together these comparisons offer preliminary support for the conclusion that regenerative soil-building farming practices can enhance the nutritional profile of conventionally grown plant and animal foods.
Bachelorarbeit
Januar 2022
ZHAW
Bettina Stampfli
Die neuen Anbau- und Produktionssysteme „Agroforst“, „Regenerative Landwirtschaft“ und „Permakultur“, gemeinsam unter dem Arbeitsbegriff „Aufbauende Landwirtschaft“, haben positive Auswirkungen auf die ökologischen Herausforderungen der Schweizer Landwirtschaft. In den letzten Jahren haben sich Netzwerke mit dem Ziel der Förderung dieser Systeme in der Schweiz gebildet und öffentliches Interesse und Anerkennung haben zugenommen. Um eine Etablierung der Systeme zu erreichen, muss ein Transformationsprozess stattfinden. In solch einem Prozess haben die Wissensentwicklung und der Umgang mit Wissen eine zentrale Rolle. Es ist wichtig, die Landwirt:innen in die Wissensentwicklung, sowie in die Verbreitung und den Austausch einzubeziehen. Diese Arbeit möchte die Bedürfnisse der Landwirt:innen und die Ziele und Arbeitsweisen der Netzwerke herausfinden, um festzustellen, wie Wissensvermittlung und Wissensaustausch weiterentwickelt werden könnten, um den Transformationsprozess zu unterstützen. Ausgehend davon sollen Handlungsempfehlungen gemacht werden. Es wurden qualitative Leitfadeninterviews mit erfahrenen und einsteigenden Landwirt:innen, sowie mit Vertreter: innen der Netzwerke „IG Agroforst“, „Regenerativ Schweiz“ und „Permakultur-Landwirtschaft“ durchgeführt. Es wurden sieben Handlungsempfehlungen gemacht, welche die Tätigkeiten der Netzwerke ansprechen: 1) Definieren von unverhandelbaren und veränderlichen Aspekten; 2) Netzwerke: Workshop für Zusammenarbeit; 3) Erstellung einer betreuten Wissensdatenbank; 4) Arbeitskreise organisieren; 5) Höfe-Netz Karte weiterentwickeln; 6) Erfahrene Landwirt:innen gezielt einsetzen; 7) Beratung ausbilden.
Artikel
Januar 2022
Center for International Forestry Research (CIFOR)
Anja Gassner, Philip Dobie
Conventional agriculture is very productive. But high productivity comes at a cost: soil that is depleted or eroded, watercourses that are polluted or drying up, and a food system that produces 20–40% of greenhouse gas emissions. Many people now agree that we urgently need to transform the food system, including agriculture. Agroforestry, as a nature-based approach to production and land use, will play an important role in this transformation. Agroforestry is not new; farmers have practised it for thousands of years, and scientists have recognized it since the 1970s as a productive and ecologically sustainable form of agriculture and land use. But now agroforestry is suddenly at centre stage; it is promoted as a land-use strategy to support climate change mitigation and climate change adaptation, biodiversity conservation, sustainable agriculture and other goals. Many organizations recommend or use it as a tool for restoring ecosystems – not only agricultural ones, but also forest landscapes. Although not a cure-all, agroforestry has great potential to contribute to all the goals mentioned above. However, agroforestry is not just a matter of adding trees to farms. To realize its potential, practitioners need to understand its principles. Agroforestry: A primer is a guide to agroforestry principles and concepts – and how to use them effectively.
Artikel
März 2021
Outlook on agriculture, 50(1)
Ken E Giller, Renske Hijbeek, Jens A Andersson, and James Sumberg
Agriculture is in crisis. Soil health is collapsing. Biodiversity faces the sixth mass extinction. Crop yields are plateauing. Against this crisis narrative swells a clarion call for Regenerative Agriculture. But what is Regenerative Agriculture, and why is it gaining such prominence? Which problems does it solve, and how? Here we address these questions from an agronomic perspective. The term Regenerative Agriculture has actually been in use for some time, but there has been a resurgence of interest over the past 5 years. It is supported from what are often considered opposite poles of the debate on agriculture and food. Regenerative Agriculture has been promoted strongly by civil society and NGOs as well as by many of the major multi-national food companies. Many practices promoted as regenerative, including crop residue retention, cover cropping and reduced tillage are central to the canon of ‘good agricultural practices’, while others are contested and at best niche (e.g. permaculture, holistic grazing). Worryingly, these practices are generally promoted with little regard to context. Practices most often encouraged (such as no tillage, no pesticides or no external nutrient inputs) are unlikely to lead to the benefits claimed in all places. We argue that the resurgence of interest in Regenerative Agriculture represents a re-framing of what have been considered to be two contrasting approaches to agricultural futures, namely agroecology and sustainable intensification, under the same banner. This is more likely to confuse than to clarify the public debate. More importantly, it draws attention away from more fundamental challenges. We conclude by providing guidance for research agronomists who want to engage with Regenerative Agriculture.
Artikel
Februar 2021
Agroecology and Sustainable Food Systems, 45(6), 794–816
University of Guelth
Sarah Hirschfeld, Rene Van Acker
Permaculture is an internationally recognized sustainable agriculture model, which strategically integrates traditional and unconventional management practices in order to optimize delivery of ecosystem services. Permaculture combines crop diversification, perennialization and nature-sparing, which individually target different but overlapping beneficial ecosystem properties and processes. Permacultures may thus yield greater total ecosystem service delivery and resilience than systems which adopt these constituent techniques in isolation. Provisioning services such as crop yield and stability are often directly or indirectly influenced by regulating and supporting services such as pollination, nutrient cycling and refugia. The magnitude and direction of effects is dependent on genetic, management and environmental factors especially community and landscape composition and configuration. Permaculture may be particularly suited to fostering ecosystem services in low-input, degraded, marginal and least-profitable agricultural areas where effect sizes are most apparent.
Artikel
November 2020
A Nexus Approach for Sustainable Development
Fiebrig, Immo & Van De Wiel, Marco
Water harvesting (WH) techniques have experienced a renaissance within a grassroots sustainability concept and movement called ‘permaculture’. Over the past decade, there has been a growing interest in the uptake of permaculture inspired solutions designed to restore the water cycle at a landscape level and to facilitate the delivery of ecosystem services as part of a holistic farming approach. In this study, we assessed four reservoirs built on a fruit farm in southern Spain in terms of usefulness. A simple hydrological model was developed utilising on-site data and two free calibration parameters, infiltration and evapotranspiration. The model matches the observations on the ground well, but indicates limited potential of WH within the boundaries of this particular farm. As the decade preceding the reservoir’s inception received more rain (2000–2010), this may have led to a misjudgement for on-farm water harvesting potential in the planning phase. We conclude that the design of WH reservoirs or water landscapes as a contribution to reversing desertification processes and mitigating climate change would benefit from long-term studies on the ground. Moreover, modelling-based scenario analyses can help better understand the dynamics and extent of its potential in establishing an effective and economically viable land restoration process for the region, taking into account climate change projections of increasing desertification in the Mediterranean basin, thereby contributing to the water-soil-food nexus, addressing sustainable development goals (SDGs) related to food (2), water (6), responsible consumption and production (12), climate action (13) and life on land (15).
Konferenz Artikel
November 2020
Szent István University
Alfréd Szilágyi, Evelin Plachi, István Waltner et al.
Soil provides various ecosystem services for humans like climate regulation, carbon storage, nutrient and water cycling. Despite its crucial role, the soil is still less appreciated and managed responsibly. Soil compaction and earthworm abundance are good indicators of soil quality, while soil moisture affects both parameters. Our objective with this study was to compare different farming systems in terms of these characteristics of the soil. Fifteen different farms were selected in Hungary with similar size (0,4-2 hectares), agroecological features and production type (horticulture) while having the difference in farming system type: one intensive (conventional), and two extensive types (organic and permaculture). Penetration resistance was measured in September 2020 using an Eijkelkamp Penetrologger to a depth of 0-80 cm, while soil moisture content in the top 5 cm was measured at each point using an attached 4 pin Soil Moisture Sensor Theta Probe at 6 points in each site. Earthworms were sampled in September 2020, six replicates on each site, by hand sorting of 25x25x25 cm soil blocks. Soils were most compacted in the permaculture sites, while earthworms were most abundant also here. Soil moisture was most optimal and balanced across organic farms while least optimal in the permaculture farms. It seems that there was a correlation between soil moisture, compaction and earthworm abundance as where moisture was highest, compaction profiles had less oscillation and earthworm abundance was greater. We plan to continue our research by studying farm management to understand better the influencing factors.
Bachelorarbeit
August 2020
BFH-HAFL
Dario Principi
Die globale Landwirtschaft muss zukünftig eine stetig steigende Bevölkerung unter Verwendung stark begrenzter Ressourcen ernähren und dabei die Umweltbelastung weiter reduzieren. Die Permakultur ist ein Ansatz, um die Flächenproduktivität zu erhöhen und zugleich die negativen Umweltauswirkungen sowie den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Ziel dieser Bachelorarbeit ist einerseits eine Analyse der Wirtschaftlichkeit von Permakultur-Betrieben mithilfe einer Literaturrecherche und andererseits die Feinplanung und Teilumsetzung einer Permakultur-Fläche der landwirtschaftlichen Genossenschaft Kirschblüte, welche in Lüsslingen-Nennigkofen 2.5 Hektaren Land bewirtschaftet. Die zentralen Fragestellungen zur Literaturrecherche lauten: Ist die Permakultur in der praktischen Landwirtschaft rentabel? Welche Faktoren sind für den ökonomischen Erfolg von Permakultur-Betrieben ausschlaggebend? Die Feinplanung und anschliessende Teilumsetzung baut auf einer im September 2019 abgeschlossenen Semesterarbeit, in welcher eine Grobplanung der Fläche erstellt wurde, auf. Um das Gesamtprojekt abzurunden, erfolgte im letzten Schritt eine Planung von Pflege und Unterhalt der vorhandenen Permakultur-Elemente. Die Literaturrecherche zur Wirtschaftlichkeit ergab, dass Permakultur-Betriebe durch den Verkauf der Ernteprodukte, neben der Deckung der laufenden Kosten sowie Investitionen in die Betriebsinfrastruktur, ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften können. Zentrale Faktoren für den Erfolg von Permakultur-Betrieben in der Landwirtschaft sind die Direktvermarktung und das Erschliessen von spezifischen Absatzkanälen, die aktive Pflege und Nutzung von Ökosystemdienstleistungen sowie die Einteilung der Flächen in sehr intensive und extensive Bereiche. Die relevante wissenschaftliche Literatur zur Rentabilität von Permakultur-Betrieben beschränkte sich jedoch auf zwei Untersuchungen. Deshalb ist eine zentrale Folgerung dieser Arbeit, dass dringend weitere Forschung im Bereich Wirtschaftlichkeit von Permakultur nötig ist. Die Feinplanung orientierte sich einerseits an den Grundsätzen der Permakultur und andererseits an den Wünschen und Vorstellungen der Bewirtschafter, welche sich jedoch in vielen Punkten überschnitten. So umfassten die Wünsche der Bewirtschafter insbesondere die Schaffung von ökologisch wertvollem Lebensraum sowie die Erstellung von Plätzen für den Menschen. Zudem eine Reihe weiterer Strukturen, wie Windschutzelemente, eine Obstanlage, Baumgruppen und Teiche. Für die Feinplanung wurde die Grobplanung in 8 Bereiche und rund 55 Teilbereiche unterteilt. Für jeden Teilbereich wurden der Material- und Arbeitsaufwand mit exakten Angaben zu den verwendeten Pflanzenarten, die benötigten Maschinen und Arbeitsgeräte sowie die Kosten für die Umsetzung definiert. Für das Projekt, welches rund 100 Tonnen Material, 80 Obstbäume, 1’100 Sträucher sowie 900 Stauden und Setzlinge umfasst, fallen totale Kosten von CHF 27’239.- an. Ausserdem ist mit einem Arbeitsaufwand von rund 1’100 Stunden für die Umsetzung zu rechnen. Im Rahmen dieser Arbeit wurden 19 der insgesamt 55 Teilbereiche umgesetzt und dokumentiert. Es erfolgte sowohl eine qualitative Dokumentation der Umsetzung mit Fotos und einem Beschrieb des Vorgehens als auch eine quantitative Dokumentation, in welcher die tatsächlichen Aufwände mit jenen in der Planung verglichen wurden. Der Vergleich zeigte, dass die Planung realistisch und repräsentativ ist und somit auch als Referenz für andere Betriebe genutzt werden kann. Die Genossenschaft konnte durch ihre solidarische Organisationsform jedoch eine Reihe von Kosteneinsparungen erzielen. Durch die Analyse der Wirtschaftlichkeit, die Permakultur-Feinplanung, die Umsetzung erster Elemente sowie der Planung von Pflege und Unterhalt konnte eine solide Grundlage für das Permakultur-Projekt der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Kirschblüte geschaffen werden. Ausserdem bildet diese Arbeit eine wertvolle Referenz für andere Permakultur-Betriebe.
Artikel
Juli 2020
PLoS ONE 15(7)
Eric Toensmeier , Rafter Ferguson, Mamta Mehra
Perennial vegetables are a neglected and underutilized class of crops with potential to address 21st century challenges. They represent 33–56% of cultivated vegetable species, and occupy 6% of world vegetable cropland. Despite their distinct relevance to climate change mitigation and nutritional security, perennial vegetables receive little attention in the scientific literature. Compared to widely grown and marketed vegetable crops, many perennial vegetables show higher levels of key nutrients needed to address deficiencies. Trees with edible leaves are the group of vegetables with the highest levels of these key nutrients. Individual “multi-nutrient” species are identified with very high levels of multiple nutrients for addressing deficiencies. This paper reports on the synthesis and meta-analysis of a heretofore fragmented global literature on 613 cultivated perennial vegetables, representing 107 botanical families from every inhabited continent, in order to characterize the extent and potential of this class of crops. Carbon sequestration potential from new adoption of perennial vegetables is estimated at 22.7–280.6 MMT CO2-eq/yr on 4.6–26.4 Mha by 2050.
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