Publications autour du thème de l'Agriculture en Permaculture
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Notre collection de publications et de travaux de recherche
117 Publikationen gefunden
Bachelorarbeit
avril 2023
Leuphana Universität Lüneburg
Julia Weitz
Agroforst-Systeme sind ein wichtiges Instrument für eine nachhaltige Entwicklung, indem sie substan-ziell zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen beitragen (UN, 2022) und zahlreiche Ökosystemdienstleistungen auf gesellschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Ebene erbringen. Diese Studie untersucht, wie Agroforstsysteme in Deutschland skaliert werden können und schlussfolgert, wie die politischen Rahmenbedingungen die Umsetzung von Agroforst-Projekten begünstigen und vorantreiben können. Dazu werden Erfolgsfaktoren identifiziert, die für die erfolgreiche Umsetzung von Agroforst-Systemen relevant sind und eine schnelle Skalierung von Agroforst in Deutschland ermöglichen könnten.
In einem ersten Schritt werden mittels einer narrativen Literaturanalyse Faktoren identifiziert, welche zentral für den Erfolg von einzelnen Agroforst-Systemen (AFS) sind. Diese lassen sich folgenden sechs Kategorien zuordnen: „Einfache gesetzliche Rahmenbedingungen und Förderungen“, „Wirtschaftlichkeit“, „Support- und Service-Angebote“, „interne Kapazitäten und Fähigkeiten“, „Handlungsdruck durch Umwelt- und Klimaveränderungen“ und „Anerkennung für die betreibenden Landwirte“. In einem zweiten Schritt wurden verschiedene Akteursgruppen im Bereich Agroforst zu der Relevanz der ermittelten Erfolgsfaktoren für die Skalierung von Agroforst in Deutschland befragt. Es nahmen insgesamt 56 Experten, Landwirte (mit und ohne eigene AFS) und Dienstleister an der Umfrage teil, was einen bedeutenden Anteil der Akteure im Bereich Agroforst abdeckt und eine hohe Validität der Ergebnisse bedeutet. Alle der ermittelten Erfolgsfaktoren wurden als wichtig für eine schnelle Verbreitung von Agroforst in Deutschland bewertet, wobei Wirtschaftlichkeit (inkl. angemessener Förderungen für AFS) als der wichtigste Faktor und ein einfacher gesetzlicher Rahmen als zweitwichtigster Faktor bewertet wurden. Dies wird in den Kontext der bisher mangelhaften Investitions- und Beibehaltungsförderungen für Agroforst in Deutschland gestellt. Die Interpretation der Erfolgsfaktoren zeigt, dass Agroforstsysteme mit Pioniergehölzen unter den momentanen Rahmenbedingungen die größten Entwicklungsmöglichkeiten in Bezug auf die Skalierung in Deutschland haben.
Masterarbeit
mars 2023
Justus-Liebig University Giessen
Sebastian Kilian Gauly
Food forests are multifunctional perennial polyculture systems that use the structure and functions of a natural forest as a model to cultivate a diverse range of edible plants. They represent an agroforestry practice that has the potential to combine the ecological, social-cultural, and economic benefits of forest ecosystems and agricultural systems in one area. This study provides a comprehensive overview of the current state of food forests in the temperate climate of Europe by presenting collected data from 30 food forests, expert interviews, and site visits. The findings highlight the potential but also the limitations of food forests to create a more sustainable food system while contributing to the United Nations‘ Sustainable Development Goals (SDGs). A total of 9 SDGs was found to be positively influenced by the effects of food forests, such as soil, water and biodiversity conservation, adaption to climate change and contribution to community well-being. Additionally, the study addresses challenges related to management, social acceptance, and economic efficiency of food forests, and provides guidance for financing and scaling up these systems, as well as promoting their wider adoption into mainstream. The information gathered in this study can be used by food forest entrepreneurs to improve their planning and management processes, enabling them to maximize the benefits of this innovative and promising approach to agriculture.
Bachelorarbeit
mars 2023
Hochschule Osnabrück
Eric Bruhn
Die globale Erderwärmung führt auch in Niedersachsen zu weitreichenden klimatischen Veränderungen (BORSCHE et al. 2018). Die durchschnittliche Jahresmitteltemperatur könnte im Zeitraum 2071 bis 2100 um 3,5 Grad Celsius (°C) höher sein als im Bezugszeitraum 1971 bis 2000. Bereits heute ist ein Trend häufigerer wärmerer Tage zu verzeichnen (BORSCHE et al. 2018, DWD 2022). Verschiedene Größen im Wasserkreislauf verändern sich aufgrund der Erderwärmung, was zu einer Betroffenheit der Landwirtschaft wegen ausgetrockneter Böden führt (BORSCHE et al. 2018, RIEDEL et al. 2021, KASPAR et al. 2022). Das Dürrejahr 2018 verursachte deutschlandweit einen geschätzten Schaden von 770 Millionen Euro (€) in den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben (BMEL 2022). Langfristig könnten die Sommerniederschläge in Niedersachsen um bis zu 12 Prozent (%) sinken und das aktuelle Defizit der klimatischen Wasserbilanz in den Sommermonaten könnte sich verdoppeln (BORSCHE et al. 2018). Insgesamt droht der Klimawandel Belastungen für Milchkuhbetriebe durch Ertragsausfälle im Grünlandfutterbau und hitzeleidender Kühe mit sich zu bringen (COLLIER et al. 2012, ELSÄẞER et al. 2020). Die gezielte Nutzung von Gehölzen in Form von silvopastoralen Agroforstsystemen stellt eine Möglichkeit zur Anpassung an den Klimawandel für Milchkuhbetriebe dar (KARKI et GOODMANN 2010, PENT et al. 2020, PENT et FIKE 2022). Silvopastorale Agroforstsysteme können das Mikroklima zu Gunsten von Milchkühen und der Futterpflanzen verändern, die Bodenfruchtbarkeit steigern und eine alternative Futterquelle mit Futterlaub bieten (BELSKY 1994, KARKI et GOODMANN 2010, GABRIEL 2018, PENT et FIKE 2022). Allerdings werden die Gestaltung und damit die Auswirkungen eines Agroforstsystems durch verschiedene Parameter entschieden (SILVA-PANDO et al. 2002, BENDER et al. 2009, DUPRAZ et al. 2018, THEVATHASAN et al. 2018, JOSE et al. 2019). Mit dieser Bachelorarbeit soll anhand einer Weide des niedersächsischen Milchkuhbetriebs Bruhn GbR herausgefunden werden, wie und mit welchen Gehölzarten zwei unterschiedliche silvopastorale Agroforstsysteme geplant werden können. Anschließend sollen die geplanten Systeme in Hinblick auf verschiedene Punkte, wie der Eignung zur Anpassung an den Klimawandel oder der Bewirtschaftungsmöglichkeit, betrachtet werden, um eine Handlungsempfehlung auszusprechen.
Bachelorarbeit
janvier 2023
ZHAW
Gil Cordeiro, Diego Manuel
Landwirtschaftliche Produktionssysteme sind als direkte Konsequenz des globalen Klimawandels zunehmend von den Auswirkungen von Extremwetterereignissen betroffen. Daher ist es notwendig zu verstehen, in welcher Form resiliente und nachhaltige Kultivierungspraktiken in die Landwirtschaft integriert werden können. Das Ziel in der vorliegenden Arbeit ist es zu beantworten, ob die Wassermanagementstrategie Keyline-Design einen möglichen Lösungsansatz darstellt, um die Auswirkungen von Dürre und das Ausmass der Umweltbelastung durch die Landwirtschaft zu reduzieren. Dazu werden die folgenden Fragen gestellt: Was charakterisiert ein Keyline-System und wie lautet der aktuelle Forschungsstand? Welche Erfahrungswerte konnten aus der Umsetzung bereits existierender Keyline-Projekte gewonnen werden und an welchen Stellen besteht bei der Vorgehensweise noch Optimierungsbedarf? Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde im Rahmen einer Konzeptanalyse eine Literaturrecherche durchgeführt. Anschliessend wurden im Zuge einer Fallstudie Keyline-Muster auf einer ausgewählten Fläche modelliert. Die Ergebnisse zeigen, dass Keyline-Design unter bestimmten Voraussetzungen über das Potenzial verfügt, Bodeneigenschaften
und Umweltfaktoren zu verbessern, die Thematik jedoch bislang wenig akademische Aufmerksamkeit bekommen hat. Bei der gegenwärtigen Vorgehensweise zur Erstellung von Keyline-Mustern besteht durch den Einsatz algorithmusbasierter Werkzeuge grosses Optimierungspotential. Diese Bachelorarbeit dient als Grundlage für weiterführende Forschungen in diesem Bereich.
Bachelorarbeit
décembre 2022
BFH-HAFL
Albert Marcel
Trotz des Potenzials für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft wird die Permakultur schweizweit nur wenig angewandt. Dennoch gewinnt sie stetig mehr Aufmerksamkeit, und Pionierbetriebe bewirtschaften in der Schweiz erfolgreiche Permakultur-Systeme. Zunehmend sind Kurse für Permakultur gefragt, und das Interesse in der Bevölkerung steigt. Die ökologisch, ökonomisch und sozial vielfältige Struktur von Permakultur-Betrieben, die nicht immer der «Parzellenlogik» klassischer Betriebe folgt, ist eine Herausforderung für die Bewertung und Planung solcher Betriebe. Zugleich ist das Interesse gross, Leistungen und Kosten der Permakultur ganzheitlich und korrekt auszuweisen.
In Zusammenarbeit mit Experten der HAFL und mit Permakultur-Designern wurde auf Grundlage bestehender Methoden (RISE-Analyse und Gemeinwohl-Test) ein ganzheitlicher und praxistauglicher Gesundheitscheck für PK-Betriebe erstellt. Als Grundlage für den Gesundheitscheck wurde das Buch Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige Lebensweisen von David Holmgren verwendet. Die 12 Prinzipien fassen die Denkweise der Permakultur zusammen. Dadurch konnten die Prinzipien als Denkwerkzeuge betrachtet werden, welche Unterstützung bieten bei der Gestaltung, Identifikation und Weiterentwicklung des Systems. Der resultierte Fragebogen stützt sich auf diese 12 Prinzipien.
Durch die Bearbeitung des Fragebogens wird die Ist-Situation der Unternehmung widergespiegelt. Weiterhin erfahren die drei Ethikprinzipien (earth care, fair share & people care) eine einzelne Auswertung. Dadurch entstehen zwei Spider-Diagramme, welche die momentane Situation visualisieren. Zugleich werden Verbesserungsvorschläge sowie positive und negative Aspekte der Unternehmung von den Akteurinnen und Akteuren festgehalten. Der Gesundheitstest ist durch die Akteure der Unternehmung, welche den Fragebogen ausfüllen, zu skalieren. Die Punktzahl richtet sich nach den Diskussionen der Fragestellungen. In der Diskussion sollen sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte einfliessen.
Die Permakultur ist als gesamtheitliches Denken nur schwer fassbar. Aus diesem Grund wird auch die Entwicklung einer Unternehmung nur durch eine subjektive Selbsteinschätzung aufgezeigt, in welchen Bereichen ein Verbesserungspotential vorhanden ist. Der Gesundheitscheck richtet sich dadurch nach innen und ist auf den Betrieb, dessen Führung und Verbesserungsmöglichkeiten gerichtet. Dies bringt den Vorteil, dass der Betrieb den Gesundheitscheck betriebsgebunden beantworten kann und dadurch eine Zusammenfassung der Indikatoren erhält, welche als Hilfestellung dienen, um allfällige Verbesserungen zu unternehmen.
Der Gesundheitscheck weist durch die operationalisierte Fragestellung, welche subjektiv quantifiziert wird, eine nur geringe Vergleichbarkeit auf und ist daher für einen Vergleich innerhalb der Permakultur-Betriebe nicht geeignet. Jedoch können in Form einer Beratung oder Selbstreflexion Ansätze geboten werden, um die Unternehmensführung nachhaltiger und in der Ideologie der Permakultur zu gestalten.
Masterarbeit
décembre 2022
Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Zoé Jana Schierholz
Die voranschreitende Klimakrise sowie die Folgen intensiver industrieller Bewirtschaftung stellen Landwirte und Landwirtinnen in Deutschland vor die Herausforderung, ihre tägliche Praxis zu hinterfragen und nachhaltig zu transformieren, um weiterhin stabile Erträge zu erzielen (vgl. Lakner et al. 2021). Moderne Agroforstsysteme – Die Kombination des Gehölzanbaus mit Ackerkulturen oder Weidewirtschaft – sind eine Lösung, um z.B. die Fruchtbarkeit der Böden langfristig zu stärken und dabei die Flächenproduktivität zu steigern (vgl. Zehlius-Eckert et al. 2020, S. 7–10; Böhm et al. 2020a, S. 77). Im Zentrum der Forschung stehen derzeit die ökologischen Mehrwerte und Parameter der landwirtschaftlichen Erzeugung. Die Möglichkeiten einer Wertschöpfung mit den Erzeugnissen aus den Systemen sind bisher wenig untersucht (vgl. European Agroforestry Federation o. D.; Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft 2022b). Dennoch wird die finanzielle Attraktivität der Agroforstwirtschaft als wesentlich für die Verbreitung der Systeme in Deutschland erachtet (vgl. Böhm und Veste 2018, S. 516 f.).
Die vorliegende Arbeit widmet sich daher der Frage, wie moderne Agroforstsysteme in Deutschland in Wert gesetzt werden können. Zur Beantwortung dienten theoretische Grundlagen zur Wertschöpfung nach Porter (1998) und Freeman (1984) sowie Modelle zur Wertschöpfung mit ökologischen Mehrwerten nach Biedermann et al. (2014), Schaltegger und Lüdeke-Freund (2013) und Nuppenau (2019), die durch neun qualitative Experteninterviews ergänzt wurden. Die Stichprobe der Experten und Expertinnen ergab sich aus der quantitativen Analyse einer öffentlichen Karte des Deutschen Fachverbands für Agroforstwirtschaft (2022). Sie umfasst mehrheitlich landwirtschaftliche Praktiker:innen, deren Gehölze zur Obst- und/oder Nussproduktion dienen sollen, aber auch Verarbeiter:innen und Vermarkter:innen von Produkten aus Agroforstsystemen oder regenerativer Landwirtschaft. Die Ergebnisse legen den Schwerpunkt auf die Verarbeitung und Vermarktung. Die Besonderheiten bei der Wertschöpfung mit Agroforstprodukten ergeben sich aus kleineren Erntemengen der Gehölzstreifen und in Abhängigkeit zur Art des Systems aus hoher Sortenvielfalt. Die Analyse ergab sechs zentrale Handlungsempfehlungen: die eigene Vernetzung, um Zugang zu Partnern und Partnerinnen sowie Erfahrungswissen zu erlangen; Mut, neue Wege nicht nur im Anbau, sondern auch in der Produktentwicklung zu gehen; Formen der Direktvermarktung und Vermarktung immaterieller Erzeugnisse wie der Ökosystemdienstleistungen zu entwickeln und zu nutzen sowie die aktive visuelle Verbraucherkommunikation und politische Förderprogramme zum Aufbau von Wertschöpfungsketten.
Poster
décembre 2022
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)
Ehrich, J.; Wiedemann, A.; Albrecht, S.; Häring, A. M.
Introduction and Objective
Agroforestry combines agricultural land use with woody plants offering multiple ecological and socio-economic benefits such as protection from wind and water erosion, a cooling micro-climate and diversified income opportunities (Herder et al. 2015; Ramachandran Nair et al. 2022). Agroforestry products therefore entail a range of hidden benefits but currently lack visible labels, making it difficult for consumers to identify them. In order to both highlight and valorize the value of these products,appropriate marketing is needed.
The research aimed to analyze German consumers’ knowledge about and preferences regarding agroforestry products, as well as their information-seeking and purchasing behavior. Special attention was given to the use of collaborative business models involving consumers, as these offer the potential to explain the farming method and its diverse sustainability benefits more directly. This, in turn, can increase consumers’ awareness, understanding, and acceptance of agroforestry products.
Masterarbeit
novembre 2022
Leuphana Universität Lüneburg
Caroline Moog
Monokulturen, Überdüngung, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie von großer und schwerer Maschinerie fordern ihren Tribut. Inzwischen wird die intensive Landwirtschaft als einer der Hauptverursacher für das Artensterben1 geführt und für den Verlust fruchtbaren Bodens verantwortlich gemacht2. Während sie mit ihren Kulturlandschaften Lebensraum und wichtige Funktionen für den Naturhaushalt schaffen kann, veränderte sich die Landwirtschaft von Grund auf mit der Entwicklung und dem steigenden Einsatz synthetischer Düngemittel und Pestizide sowie Traktoren Anfang bzw. Mitte des 20. Jahrhunderts. Rachel Carson warnte in ihrem Buch „Silent Spring“ bereits im Jahr 1962 vor der schädlichen Wirkung von Pestiziden auf die Umwelt. Wenngleich das Bewusstsein für den schädlichen Einfluss intensiver landwirtschaftlicher Praktik auf die Umwelt langsam steigt, so bleiben die Zahlen zum Artenschwund in Agrarlandschaften dennoch alarmierend. Kulturlandschaften, die ehemals artenreichen Lebensraum boten, veröden aufgrund zunehmender Homogenisierung. Weniger als 10 % der Grünlandlebensräume sind in einem günstigen Zustand und mehr als 80 % der Grünlandbiotope werden als gefährdet eingestuft3. Der intensive Einsatz von Pestiziden, starke Düngung, Verlust von Landschaftselementen, Einengung der Fruchtfolgen, Eutrophierung und der Verlust von für den Naturschutz wertvollem, gewachsenem artenreichem Dauergrünland werden für den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft verantwortlich4. Seit 2009 ist ein Drittel der Insekten und Spinnen aus den Wiesen und Wäldern Deutschlands verschwunden, bei den Vogelarten wird ein erheblicher Bestandsrückgang verzeichnet5. In den Jahren 1998 bis 2009 sind die von der Agrarlandschaft beherbergten Vogelarten um 36 % zurückgegangen6. Die intensive Landwirtschaft hinterlässt deutliche Spuren, die die in Deutschland ausgewiesenen Schutzgebiete nicht kompensieren können. Ein Umdenken ist daher zwingend erforderlich, Landwirtschaft muss wieder Lebensraum schaffen. Es bedarf einer Agrarwende!
Masterarbeit
septembre 2022
Freie Universität Berlin
Alina Banse
Veränderungen der Erdatmosphäre und die mit ihnen einhergehende globale Erwärmung, die Verringerung biologischer Vielfalt und die Versauerung der Ozeane sind unter anderem Konsequenzen internationaler Zusammenhänge, sowie Teile eines Geflechts weltumspannender Prozesse – Prozesse des „Global Change“ (Flitner, 2013). Die Welt wird sich bis zum Jahr 2030 im Durchschnitt um 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erwärmt haben – wenn die globalen Treibhausgasemissionen (THG) nicht deutlich sinken (Ciesinger & Receber, 2021).
Trotz Bemühungen, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen (Pariser Klimaabkommen, 2015) ist die Weltgemeinschaft momentan auf dem Weg zu einer Erderwärmung von bis zu drei Grad (Ciesinger & Receber, 2021). Neben diesen primär physikalischen, biologischen und chemischen Veränderungen definieren ebenso demographische Veränderungen, internationale Migrationsbewegungen sowie ökonomische, soziale oder kulturelle Aspekte der Globalisierung den Zustand des Global Change, welche im Kapitel 2.2 erläutert werden (Flitner, 2013).
Bachelorarbeit
août 2022
Fachhochschule Nordwestschweiz, HLS
Rina Rohrbach
Die heutige Praxis der konventionellen Landwirtschaft bringt das Ökosystem Erde an seine Grenzen. Um die Produktion von Lebensmitteln und das Leben auf dem Planeten langfristig zu gewährleisten, muss auf eine nachhaltige Produktion umgestellt werden, welche ressourcenschonender ist. Eine Methode, welche eine nachhaltige Landwirtschaft ermöglicht und dabei auch auf soziale Aspekte eingeht, ist die Permakultur.
Das Ziel dieser Arbeit ist die Planung einer Permakulturfläche auf der Fläche der Genossenschaft AuVert und Umsetzung einzelner Elemente. Zum Umsetzen der Planung wurden die Prinzipien der Permakultur angewendet und auf Wünsche
und Vorstellungen der Genossenschaft AuVert eingegangen. Dazu wurde bereits zu Beginn das Gespräch mit der Genossenschaft gesucht. In den nächsten Schritten wurden Daten über das Makro- und Mikroumfeld der Fläche gesammelt. Dazu wurde Kontakt mit den Behörden aufgenommen und anschliessend Daten gesammelt. Desweiteren wurde recherchiert und die Fläche besichtigt. Ebenfalls wurden Bodenproben genommen, welche zu einer genaueren Bestimmung des Bodentyps und des Bodenzustandes genutzt werden konnten. Aufgrund der Bodenanalysen konnte der Genossenschaft gemäss Literatur Empfehlungen zur Bodenverbesserung gegeben werden. Anhand dieser erhobenen Daten über die Fläche konnte nun eine Grobplanung gemacht
werden, die anschliessend in eine Feinplanung ausgearbeitet wurde. Basierend auf der Feinplanung wurden Arbeits- und Umsetzungsplane erstellt, um zukünftige Arbeitsschritte zu ermöglichen.
Als letzter Schritt der Arbeit wäre die Umsetzung erster Elemente vorgesehen gewesen. Aufgrund gesetzlicher Limitationen, der Vegetation und auch Platzmangel auf der Fläche konnte dieser Schritt leider nicht umgesetzt werden.
Die Planung einer Permakulturfläche und anschliessendes Umsetzen erster Elemente bräuchte mehr Zeit oder die Arbeit müsste in einer anderen Jahreszeit geschrieben werden.
Semesterarbeit
août 2022
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Elena Beuerle, Kim Dornbach, Mona Gerhäuser, Jasmin Gorzelany, Stefanie Kick, Lara Stamler
Die Veränderung des (regionalen) Klimas in den vergangenen Jahrzehnten rückt zunehmend in den Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Maßnahmen zur Anpassung an dessen Auswirkungen gewinnen ein immer größer werdendes Interesse seitens Politik, Bevölkerung, Industrie und letztlich auch der Landwirtschaft. Nicht nur die Erfassung der Auswirkungen des Klimawandels ist ein komplexes Themenfeld, sondern auch die Entwicklung von möglichen Anpassungsstrategien. (Eitzinger 2010)
Besonders im Hinblick auf die Biodiversität besteht enormer Handlungsbedarf. Bereits im Jahr 2010 kam es zu einem Verlust von 34% der globalen Biodiversität. Die künftige Prognose ist ebenfalls wenig optimistisch: rund 38% bis 46% der globalen Biodiversität sollen bis 2050 verloren gehen. (Meyer und Markytan 2022)
Eine Strategie, um diesem Biodiversitätsverlust entgegenzuwirken, ist die Erhöhung der Diversität der Agrarstrukturlandschaft inklusive einer besseren Vernetzung vorhandener Landschaftselemente. Eine Möglichkeit hierfür bieten Agroforstsysteme (AFS), welche die Diversität fördern und gleichzeitig landwirtschaftliche Produktion erlauben. (Jansen 2011)