Agroforstwirtschaft als Werkzeug für Biotopverbund und Erhalt der Biodiversität in der Kulturlandschaft

Gesellschaftliche Leistungen von Agroforstsystemen AFS
Bild: IfaS
Quelle: www.stoffstrom.org

Agroforstwirtschaft ist mehr als ein Nebeneinander von landwirtschaftlicher Nutzung und Gehölzen, das bei geeigneter Ausgestaltung ertrags- oder produktivitätssteigernde Wirkung haben kann. Sie bietet darüber hinaus für Klimaschutz, Klimaanpassung und Erhalt der Biodiversität viel Leistung für relativ überschaubare finanzielle Aufwendungen. Ein Überblick.

Kompakt

  • AFS stellen eine Weiterentwicklung der Landnutzung dar, indem sie die notwendigen Anforderungen wie Gewässerschutz und Biotopverbund in die dynamische Entwicklung der Kulturlandschaft integrieren. Sie ermöglichen dadurch die Verbindung zwischen unterschiedlichen Perspektiven und den wirtschaftlichen Grundlagen.
  • AFS können für Klimaschutz, Klimaanpassung und Erhalt der Biodiversität viel Leistung für relativ überschaubare finanzielle Aufwendungen bereitstellen. Beispiele sind vorhanden.
  • AFS können ein solides Werkzeug für eine nachhaltige Entwicklung in vielen Kulturlandschaften Deutschlands und auch Europas sein.

Unter Agroforstwirtschaft wird eine Landnutzungsform verstanden, „bei der Gehölze in Kombination mit landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Kulturen und/oder mit der Haltung von Nutztieren angebaut werden“ [1]. Agroforstsysteme (AFS) können in vielfältiger Weise gestaltet werden – angefangen von traditionellen Nutzungsformen (z. B. Streuobst oder genutzte Hecken) über Windbreaks bis hin zu modernen Formen wie beispielsweise dem „Alley cropping“ mit Energie- und/oder Werthölzern.

Agroforstwirtschaft als multifunktionale Landnutzung

Dabei ist unter Agroforstwirtschaft nicht nur ein „Nebeneinander“ von landwirtschaftlicher Nutzung und Gehölzen, sondern vielmehr ein synergetisches „Miteinander“ zu verstehen. Die verschiedenen Komponenten eines funktionierenden AFS interagieren miteinander und bilden Synergien, die langfristig die Resilienz erhöhen und die Erträge stabilisieren. So kann eine aus ökologischer Sicht passende Kombination von Baum- und Kulturarten inklusive geeignetem Anbauverbund und Systemmanagement nicht nur die Resilienz gegen Schädlinge und Klimarisiken erhöhen, sondern auch durch effiziente Ressourcennutzung (Stickstoff, Wasser und Licht) die Erträge stabilisieren oder sogar die Produktivität der Fläche erhöhen.

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