Boden gut machen – Beitrag vom 02. September 2021

Kompost bedeckt mit Erde und Sonnenblumensamen
Bild: Goran Basic
Quelle: www.republik.ch

Weniger Pestizide, klima­neutrale Betriebe und bessere Qualität: Ob bio oder konventionell, viele Bauern schwören auf die sogenannte regenerative Landwirtschaft. Zu Recht?

Urs Siegenthaler sticht mit einem Spaten ins Feld und gräbt um. Im Boden wimmelt es von Regen­würmern. Ein gutes Zeichen, sagt er. Aber das Stück Erde, das er ausgestochen hat, bleibt im Viereck liegen, anstatt auseinander­zubröckeln. Ein schlechtes Zeichen. Die Erde ist zu verdichtet.

Siegenthaler ist Landwirt in Münsingen, südlich von Bern. Er führt einen grossen Hof. Baut Rüebli, Kartoffeln und Getreide an, hält Milch­kühe und Schweine, bildet zwei Lehrlinge aus. Er arbeitet biologisch. Seit neuestem interessiert er sich für das Mikro­biologische. Für das, was im Boden passiert.

Im Nachbar­kanton Luzern richtet der Landwirt Toni Schön­bächler ebenfalls den Blick auf die Erde unter seinen Füssen. Er läuft über seine Weide und pflückt einen Ampfer. «Der zeigt, dass es genug Stick­stoff im Boden hat», sagt er. Die Gräser, die auf seinen Feldern wachsen, erzählten ihm, wie es dem Boden gehe, welche Nähr­stoffe da seien, welche fehlten, sagt er.

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