Ulrich Gärttling und Christine Primbs setzen auf Agroforst, weil sie ihre Felder gegen Trockenheit und Wind schützen wollen. Aber die Umsetzung erfordert Geduld und finanzielle Investitionen. Agroforst bedeutet, Bäume und Sträucher zwischen landwirtschaftlichen Flächen zu pflanzen, um Bodenerosion zu verhindern und Wasser in den trockenen Böden zu speichern.
In Mittelfranken, wo es besonders trocken ist, pflanzen die beiden Landwirte in regelmäßigen Abständen Baumreihen, darunter schnellwachsende Pappeln und trockenheitstolerante Arten wie Elsbeeren und Wildkirschen. Diese Bäume sollen langfristig die Ernte sichern und die Artenvielfalt fördern. Trotz der staatlichen Förderung von bis zu 5000 Euro pro Hektar ist Agroforstwirtschaft kostspielig und zeitaufwendig. Noch sind Baumreihen im Acker eine Seltenheit, aber sie könnten sich als effektive Lösung gegen die Folgen des Klimawandels erweisen.