Blaues Haus neu im Höfe-Netz von Permakultur-Landwirtschaft

Blaues Haus

Hofbesuch in Moos beim Blauen Haus vom 02. Dezember 2025.

Oberhalb von Brig im Wallis finden wir eine einzigartige Landschaft, geprägt von den Steilen Felswänden oberhalb von wo im laufe der Jahre grosse bis riesige Findlinge sich auf den Wiesen verteilt haben. Der kleine Weiler „Moos“ liegt darin eingebettet. Während die einen Häuser von einem eigenen Felsbrocken herunterschauen, dient bei anderen der Felsen als Hausrückwand. So ist es bei Manuela und Marcello und ihrem blauen Haus auf 990 Meter über Meer – unserem neusten Höfenetzmitglied. Die von ihnen bewirtschaftete Fläche ist klein, vielfältig und durchdacht gestaltet. Auf der Weide hinter dem Haus wachsen junge Obstbäume mit alten Sorten, die bald und hoffentlich nicht allzu bald, den 100-jährigen Apfelbaum „Roter Elser“ ersetzen werden. Am Weg neben dem Haus zeugt der Direktvermarktungsschrank mit den diversen Erzeugnissen von einem vielfältigen Garten: Konfitüren, Essig, Salben, Seifen, Sichuan Pfeffer,.. „Bezüglich Permakultur fokussieren wir uns vor allem auf das soziale und den Erhalt der Dinge.“ Meint Marcellus. Wie ausgeklügelt und durchdacht ihre Fläche gestaltet ist, scheint er dabei fast zu vernachlässigen.

Und tatsächlich gibt es einiges zu entdecken an Dingen, die entweder repariert wurden oder einen weiteren Verwendungszweck erhalten haben. Kopf- und Fussenden von Militärbetten dienen als Eselzaun oder aus Bratpfannen ergibt sich ein Wasserrad um nur ein paar Details zu nennen.

Seit 2002, als die zwei den Ort übernehmen konnten, haben sich wichtige Tauschpartner etabliert. Denn auch das Tauschen ist ein Spezialgebiet der beiden. So funktioniert die Mikrolandwirtschaft grösstenteils Geld frei. Heu für die Esel werden mit zwei Bauern ertauscht. Für die weitere Lebensausgaben gehen Manuela und Marcello einer auswärtigen Arbeit nach.
Der alte Säumerweg von Naters nach Blatten führt direkt am blauen Haus vorbei. Ein Ausflug lohnt sich.

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