Blaues Haus

Blaues Haus

Betriebskennzahlen

Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN): 7500m²

Meter über Meer: 990

Betriebszweige: Kräuter, Gewürze, Beeren, Obst, Gemüse,Tauschgeschäfte, Hausstand

Zertifizierung / Methoden: nach biologischen Richtlinien

Permakultur Spezialitäten

Fliessgewässer, Teich, Magerwiesen, Hecken, Mulchen, Förderung der Artenvielfalt
kleinräumige Anbaustrukturen mit hoher Artenvielfalt und verschiedenen Ökosystemen

Status Permakultur System: Etabliert

Adresse

Manuela Kappenberg, Marcellus Pillen
Moos 13
3904 Naters VS

Mehr zum Hof

Eigentlich waren wir 2003 im Wallis auf der Suche nach einem typischen Walliser Holzhaus. Doch gelandet sind wir: Marcellus (64), Elektroniker, und ich, Manuela (56) ,Schreinerin, bei unserem Haus am Stein ob Naters mit 7500m2 Land und Stall, an dem wir schon Jahre vorbeigefahren waren. Wir nannten es « Blaues Haus» wegen seinen blauen Läden. Es stand 20 Jahre leer. Die Wiesen wurden von Schafen beweidet und es hiess hier wächst nichts. Zu unserer Familie gehören noch 2 Esel (unsere Bodenverbesserer) (Minischwein (14) und Ganter (25) sind gerade gestorben) und 2 Kater.

Unsere Idee war von Anfang an, möglichst wenig extern zu arbeiten und möglichst viel selber zu machen aber auch zu tauschen, z.b Gemüse gegen SecondHand Klamotten oder Heu von Nachbarn gegen Maschinenreparatur. Durch das Schwein sind wir zu Lebensmittelretter geworden und versorgen so verschiedene Menschen. Wir sind für die Schenkkultur, weil wir überzeugt sind, was wir geben kommt immer wieder zurück: vielleicht nicht gerade von dem Beschenkten aber es kommt zurück.

Ich arbeite noch 40 Prozent auf einer Wohngruppe .

Einfach machen.

Marcellus Begabung liegt im technischen Bereich, d.h er repariert, baut, ist kreativ mit allen möglichen Recyclingmaterialien:so entsteht z.b ein Käfer aus Schrottkleinteilen auf einem Felsen, an der die Brombeere hochranken kann oder ein Wasserrad aus Bratpfannen, an dem wir lange ein Stromaggregat für die Glühbirne für den Stall angeschlossen hatten.

Meine Begabung liegt im Tier-und Gartenbereich: im Praktischen: säen, setzen, verarbeiten für uns und unser kleines Lädele aber auch im Weitergeben von Kräuter-Gartenwissen.

«Für mich ist der Garten Energiequelle pur: Hier finde ich alles, was ich brauche: ob körperliche Betätigung, spirituelle Anbindung oder seelischen Balsam aber auch von Kulinarischem, Kosmetik, Räuchern bis zur Medizin. Durch den Garten wandeln, das Miteinander in allem erkennen, ein passendes Kräutlein pflücken, im Minzenduft schwelgen, die Holzbiene auf dem Mukatellersalbei laben sehen, beim Vorbeigehen eine süsse Minikiwi geniessen, für den Salat feinen Knobischnittlauch schneiden dazu noch Malve, Ringel-Kornblume als Farbtupfer. Plötzlich mit der Idee, Seifenkraut zu trocknen oder einfach zu sitzen, da Sein, im Hier und Jetzt .»

Unser Land ist herrlich abwechslungsreich. Von trockenen, steinigen, feuchten, mageren bis humosen Böden ist alles vertreten. Ideal um die verschiedensten Pflanzen zu setzen von Thymian bis Weide. Ein Stück Wald aber auch alte Bäume wie Wildkirschen, und riesige Felsen prägen unser Land, wobei wir einen Felsen für unsere Reben nutzen. Es liegt leicht abschüssig in einer Senke. Dazu der Bach, der unser Land durchfliesst, den wir für einen kleinen Teich nutzen. Wir haben unser Land beobachtet, ausprobiert, einfach gemacht. Immer wieder haben sich die Bedürfnisse geändert: mal Sammeln von Minzpflanzen, mal Anlegen eines Blumengartens…

Aber auch der Klimawandel spielt hier eine Rolle, z.b wir haben unseren Tunnel neu platziert, Feigenbäume gepflanzt. Unser letztes Projekt Gartenkinder sowie unser Kräuterstammtisch habe ich nun dieses Jahr beendet, um wieder Platz für neue Ideen zu haben.

Neu: wir haben uns bei den Whoofern angemeldet-einen Bauwagen zum übernachten angeschafft. Aber auch der Austausch ist uns wichtig. Wenn jemand von uns da ist, ist der Garten offen. Dabei entstehen Gespräche über Pflanzen und Co mit Menschen von überall her. Da ist es für uns von Vorteil, dass wir an einem alten Saumpfad, Wanderweg, liegen. Aber auch die Nachbarschaft ist uns wichtig. Am Anfang: naja die Hippies, mit Biogarten und so. Wir haben einfach gemacht. Die Nachbarn haben gesehen, die sind wirklich dahinter und nein, sie haben sogar eine gute Ernte.

Wir sind einfach drangeblieben und haben weiter den Kontakt gesucht, weil ich von den alten Gärtnern viel lernen konnte. Nach all den Jahren sind wir «normal» mit unseren komischen Ideen. Und unser Land ist für uns zu einem kleinen Paradies geworden, welches wir gerne teilen.

Wenn jemand neugierig ist , wir geben gerne unser Wissen weiter.

Bitte über Email: blaueshaus2003@gmail.com

Manuela und Marcellus

 
 

Kontakt-, Austausch- und Lernmöglichkeiten

Wwoofing
Offener Garten falls jemand da ist
blaueshaus2003@gmail.com
« Einfach Machen »

Beiträge über den Hof

Teile diesen Beitrag

Weitere Höfe

Haben Sie Fragen zu Permakultur-Landwirtschaft?

Kontaktieren Sie uns

Nach oben scrollen