Maja Vogt sammelt seit 27 Jahren Wildkräuter und verarbeitet diese zu verschiedensten Produkten. Die Kräuterfrau und Biobäuerin bewirtschaftet zudem Ökoflächen zur Biodiversitätsförderung.
Etwa sieben Kilometer nördlich von Brugg AG schlängelt sich eine Strasse durch die hügelige Landschaft nach Mandach, ein Dorf mit weniger als 400 Einwohnenden. Hier ist Maja Vogt zuhause. Seit 27 Jahren arbeitet sie mit Wildkräutern, aus denen sie unter anderem Teemischungen, Salben, Kräutersalz, Sirup und Essig herstellt.
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Bewirten der Ökoflächen
«Biodiversität ist mir persönlich ein wichtiges Thema», sagt Maja Vogt. Geplant ist deshalb ein privater Biodiversitätspfad auf ihrem Land, auf dem sie ebenfalls Führungen anbieten will. Das Landwirtschaftsland umfasst 20 Hektaren und beherbergt 50 Prozent Ökoflächen, für welche Maja Vogt Direktzahlungen des Bundes erhält. Auf diesen Ökoflächen sind unter anderem Hecken sowie Bunt- und Rotationsbrachen angepflanzt. Solche Flächen gehören zu den wertvollsten Biodiversitätsförderflächen, denn sie bieten zahlreichen Tieren Nahrung und Lebensraum.
Beispielsweise dem Neuntöter: Diese Vogelart aus der Familie der Würger nistet in Hecken und ist während der Brutzeit auf kurze Strecken zwischen Nest und Futterquelle angewiesen. Damit der Neuntöter auf erfolgreiche Mäusejagd gehen kann, müssen kleine Teile der Flächen von Zeit zu Zeit auch geschnitten werden.
Wie der Name bereits sagt, rotieren die Brachen. Bei Maja Vogt sind sie zweigeteilt, wobei eine Hälfte für 3-4 Jahre und die andere für 6-8 Jahre bepflanzt wird, jeweils mit anderen Samenmischungen. Die Ökoflächen in Mandach liegen in Hanglagen, deshalb wurden unterhalb der Flächen kleine Gräben angelegt im Keyline-Design, die das Wasser leiten und sammeln. Bei Regen fliesst das Wasser in diese Gräben und versickert im Boden, anstatt in die Kanalisation zu fliessen.