Sanft und radikal auf dem pflanzlichen Weg – Beitrag vom 22. August 2023

Jann Krättli
Bild: Jonathan Liechti
Quelle: reformiert.info

Jann Krättli bauert vollständig ohne Tiere und tierischen Dün­ger. Er lebt es konsequent vor, aber Missionieren ist nicht seine Sache.

Ein Apriltag im August: Mal scheint hell und warm die Sonne, dann ziehen rasch graue Wolken auf und lassen Schauer über den Hügeln bei Rechthalten im freiburgischen Sensebezirk niedergehen.

Jann Krättli sitzt im kleinen Bauernhaus in der kühlen Stube mit Holzboden, Holztisch und prallvollen Bücherregalen. Bedächtig berichtet der Bauer, wie er zur Politik und zum Veganismus kam: «Bereits mit 17 Jahren, durch die Punkmusik.»

Damals besuchte er das Gymnasium in Chur und fand Gleichgesinnte, die jegliche Gewalt gegen Tiere ablehnten und gegen das WEF demonstrierten. Jetzt, mit 45 Jahren, ist beim Mann mit der ruhigen Ausstrahlung, der Faserpelzjacke und den zusammengebundenen langen Haaren manches anders. Geblieben aber ist die persönliche Haltung zum Umgang mit Tieren.

Vielfalt auf kleinem Raum

Jann Krättli und seine Partnerin Nadia Ruchti bewirtschaften drei Hektaren Land um den Tannacker-Hof, den Ruchtis Grosseltern einst betrieben. Bloss fehlen heute die drei Kühe und andere Tiere, und die Bewirtschaftung erfolgt ohne tierischen Dünger: Der Betrieb ist jetzt sogenannt bio-vegan.

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