Roland Lenz hat seine Rebflächen in Permakulturen verwandelt. Dank dem Flächencode 725 sind sie beitragsberechtigt.
Der Flächencode 725 ist auch in den Reben anwendbar. Roland und Karin Lenz haben ihre Weinstöcke mit Nuss- und Obstbäumen, Getreide und extensiven Wiesen kombiniert.
Roland und Karin Lenz aus Uesslingen TG haben auf ihrem 27-ha-Weingut in diesen Wochen alle Hände voll zu tun. Die Trauben sind reif und wollen gelesen und verarbeitet werden. «Die ersten 15 Tonnen haben wir ab dem 18. August gelesen. Um den 20. September werden wir wohl alles geerntet haben», schätzt Roland Lenz und betont, dass die Traubenlese nicht etwa maschinell erfolge. Die Trauben mit rund 200 Millionen Beeren von 50 pilzwiderstandsfähigen Sorten, sogenannten Piwi-Sorten, werden von Hand abgelesen.
Das Bioweingut Lenz ist für seine Weine, die Führungen und Degustationen, das Bistro und einen Erlebnispfad bekannt. Aber in diesem Artikel soll es um die Rebflächen gehen und um den Grund, weshalb Roland Lenz reihenweise gesunde Rebstöcke im besten Alter ausgerissen hat und auf seinen Rebflächen trotzdem mehr produziert als vorher.
21,5 ha sind auf dem Uesslinger Betrieb der Weinproduktion gewidmet. 100’000 Piwi-Rebstöcke wachsen in Perma-Mischkulturflächen mit etwa 1200 Haselnussbäumen, 70 Walnussbäumen, 50 Maulbeer- und anderen Fruchtbäumen – Grund für den Mehrertrag, aber auch ein indirekter Nutzen bei der Schädlingsbekämpfung. Und ein grosser Vorteil im Dürresommer dank Beschattung der Reben.
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