Permakultur sorgt für Vielfalt in Mischkultur in Stockwerken

Federkohl
Bild: pixabay.com
Quelle: www.suedtirolnews.it

Permakultur nimmt sich ein Beispiel an der Naur und schafft essbare Ökosysteme. Außerdem trägt sie dazu bei, dass sich die Biodiversität deutlich verbessert. Daran erinnert die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) anlässlich des Welttags der der biologischen Vielfalt, der jedes Jahr am 22. Mai begangen wird.

Biologische Vielfalt oder Biodiversität umfasst die Vielfalt der Arten (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen), die genetische Vielfalt innerhalb der Arten (darunter Nutzpflanzensorten und Nutztierrassen) sowie die Vielfalt der Ökosysteme. Damit ist biologische Vielfalt kein abstrakter Wert, sondern die ganz reale Grundlage für gesunde Böden, sauberes Wasser und die Ernährung der Menschen, für ein stabiles Klima und den Schutz vor Extremwetterereignissen. Menschliche Aktivitäten, allen voran die intensive und industrielle Landwirtschaft, zerstören jedoch die ökologischen Grundlagen und reduzieren die biologische Vielfalt auf drastische Weise. So schätzte bereits 2016 eine Studie, dass die Biodiversität aufgrund der Landnutzung auf 58 Prozent der globalen Landfläche nicht mehr intakt sei. Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt ruft daher jedes Jahr am 22. Mai dazu auf, lokal zu handeln, um auf globaler Ebene dem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.

In Landwirtschaft und Gärten bringt die Permakultur eine deutliche Verbesserung der Biodiversität. Die „dauerhafte Kultivierung“ (aus engl. permanent = dauerhaft und agriculture = Landwirtschaft) nimmt sich ein Beispiel an natürlichen Kreisläufen und Ökosystemen sowie traditionellen und indigenen Landnutzungsmethoden und schafft essbare Ökosysteme.

Diese werden so angelegt, dass sie an den jeweiligen Standort angepasst, naturnah, vielfältig und selbstregulierend sind. Die Vordenker der Permakultur, darunter der Australier Bill Mollison, machten die fortlaufende Beobachtung der Natur zu ihrem Prinzip. „Ein wichtiges Element ist der Anbau in Mischkultur in Stockwerken“, erklärt Silke Raffeiner, die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol. „Mehrjährige Gemüse-, Heil- und Gewürzpflanzen sowie Beeren wachsen am Boden, (Beeren-)Sträucher im mittleren Stockwerk und Bäume mit essbaren Früchten im oberen Stockwerk.“

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