Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der ETH Zürich hat eine Studentin das Keyline-Design im Jurapark Aargau untersucht. Dieser innovative Ansatz zur Verteilung von Niederschlagswasser könnte helfen, die Bodenfruchtbarkeit zu steigern und landwirtschaftliche Betriebe klimaresilienter zu gestalten.
Das Keyline-Design ist ein landschaftsplanerischer Ansatz. Er berücksichtigt die Topografie des Geländes und verfolgt das Ziel, Niederschlagswasser in der Landschaft zu verteilen und zu halten. Dadurch soll auch die Bodenerosion minimiert und die Bodenfruchtbarkeit gesteigert werden. Das Keyline-Design wurde ursprünglich von P. A. Yeoman in Australien entwickelt.
Die Grundidee besteht darin, Gräben entlang von Konturlinien zu ziehen, um den Oberflächenabfluss zu bremsen und zu verteilen. Diese Gräben können gut mit Agroforst kombiniert werden, wodurch sie auf die Biodiversität einen positiven Einfluss haben und auch als Windschutz fungieren können.
Im Rahmen meiner Masterarbeit im Forschungsprojekt «Reallabor Jurapark Aargau» an der ETH Zürich habe ich verschiedene Keyline-Designs im regionalen Naturpark Jurapark Aargau untersucht, insbesondere den Planungsprozess. Dabei zeigte sich, dass die Implementierung viele Aspekte umfasst und das System ganzheitlich betrachtet werden muss, um eine praktische Bewirtschaftung zu ermöglichen und die gewünschten Ziele zu erreichen. Das System ist in der Schweiz noch wenig verbreitet. Deshalb ist es wichtig, Praxisbeispiele zu dokumentieren und Erfahrungen auszutauschen. Insgesamt kann ein Keyline-Design einen Betrieb klimaresilienter machen.
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