Permakultur Bündtli neu im Höfe-Netz von Permakultur-Landwirtschaft

Permakultur Bündtli

In Enneda im Glarnerland Taleinwärts am linken Hang finden wir das Bündtli.

Tritt man über die Trockensteinmauer die Treppe hoch, durch das Tor ein, findet man sich in einer anderen Welt, wo nur noch das Bimmeln der Kuhglocken und die Geräusche des Heubläsers an die umliegende Grünlandwirtschaft erinnern. Denn der Blick nach draussen wird einem, an einem Tag Mitte August, von dichtem Blätterwald verwehrt. Mit grossem Einsatz wurden hier von Boris Juraubek und weiteren Helferinnen händisch angelegten Terrassen angelegt auf denen nun über 20 Jahre Bäume, Sträucher, Stauden, Schlinger Kletterer, Exoten und nicht Exoten wachsen. Teils gepflanzt und immer mehr gesät oder als Steckholz gesteckt.

Den Wunsch zu sehen, wie die syntropische Landwirtschaft in unseren Breiten umgesetzt werden kann, wird an diesem Ort erfüllt. Eine Vielfalt auf allen Stufen des Waldgartensystems, lädt zum Verweilen und Beobachten ein. Chop and drop, das Schneiden der Bäume, Sträucher und Stauden, dass direkt vor Ort als organischer Mulch dient, fördert den Humusaufbau, das Bodenleben und schlussendlich die Pflanzenvitalität und die Resilienz des ganzen Systems. Kaum zu glauben, dass an diesem Süd-West Hang mit Anfangs 2 – 10cm Humus, aktuell die Bäume so üppig wachsen. Aus der Fläche von 25 Aaren werden heute Früchte, Nüsse und Beeren für den Verkauf vor Ort und nach Glarus geerntet. Zwischen den Gehölzkulturen wächst Gemüse zur Selbstversorgung.

Weitere Eindrücke zum Bündtli sind online zu finden und noch empfehlenswerter mit einem Besuch vor Ort. Boris bietet Führungen an, erzählt aus seinem üppigen Erfahrungsschatz und auch für freiwillige Helferinnen gibt es etwas zu tun.

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