Der Verein Agricultura Regeneratio sucht fünf Betriebe, die sich regenerativ weiterentwickeln und drei Jahre lang begleiten lassen wollen. Präsident Daniel Bärtschi erklärt die Hintergründe und woher das Geld kommt.
Wenn ein Betrieb in neue Hände übergeben wird, stellt sich für die nächste Generation die Frage, wie es weitergehen soll. Manche sehen in den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft die richtige Antwort.
Mit dem Projekt «Hofzukunft» will Agricultura Regeneratio junge Betriebsleitende beim Einstieg in die regenerative Landwirtschaft unterstützen. Wie der Verein mitteilt, sind dafür fünf Teilnehmende gesucht, die vor maximal drei Jahren ihren Betrieb übernommen haben. Angesprochen sind alle Produktionsrichtungen.
Prinzipien erfolgreich in den Alltag integrieren
«Die Jungbetriebe werden intensiv dabei begleitet, Humus aufzubauen, externe Inputs zu reduzieren und betriebliche Resilienz praxisnah und messbar zu stärken», so die Mitteilung. Das Programm umfasst eine gründliche Erhebung der Ausgangslage und die Erarbeitung eines individuellen Umsetzungsplans.
Anschliessend gibt es mindestens vier Betriebsbesuche pro Jahr, gemeinsame Workshops und «intensiven Erfahrungsaustausch». Die Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft – geringe Bodenstörung, ständige Bodenbedeckung, lebende Wurzeln im Boden, hohe Diversität und der Einbezug von Tieren – sollen dank dieses Vorgehens erfolgreich in den Alltag integriert werden. Neben ökologischen Zielen stünden auch wirtschaftliche und soziale Resilienz, etwa durch alternative Vermarktungskonzepte, im Fokus. Es sei mit einem jährlichen Zeitaufwand von 20–40 Stunden zu rechnen.
Junglandwirt(innen), die sich für das Praxis-Mentoring-Projekt interessieren, können sich online bis Ende August bewerben (siehe Link unten). Die dreijährige Begleitung durch Fachpersonen und Coaches ist kostenlos – dank der Förderung durch die Stiftung für Agnostizismus und Meritokratie (SAM) aus Zug, wie Agricultura Regeneratio schreibt.
…