Rechtliche Herausforderungen für naturnahe Landwirtschaft am Beispiel der Permakultur

Masterarbeit

Legal Challenges for nature-based Agriculture using the Example of Permaculture

Publikation
04.11.2022

Autorinnen / Autoren
Caroline Moog


Leuphana Universität Lüneburg


Zusammenfassung

Monokulturen, Überdüngung, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie von großer und schwerer Maschinerie fordern ihren Tribut. Inzwischen wird die intensive Landwirtschaft als einer der Hauptverursacher für das Artensterben1 geführt und für den Verlust fruchtbaren Bodens verantwortlich gemacht2. Während sie mit ihren Kulturlandschaften Lebensraum und wichtige Funktionen für den Naturhaushalt schaffen kann, veränderte sich die Landwirtschaft von Grund auf mit der Entwicklung und dem steigenden Einsatz synthetischer Düngemittel und Pestizide sowie Traktoren Anfang bzw. Mitte des 20. Jahrhunderts. Rachel Carson warnte in ihrem Buch „Silent Spring“ bereits im Jahr 1962 vor der schädlichen Wirkung von Pestiziden auf die Umwelt. Wenngleich das Bewusstsein für den schädlichen Einfluss intensiver landwirtschaftlicher Praktik auf die Umwelt langsam steigt, so bleiben die Zahlen zum Artenschwund in Agrarlandschaften dennoch alarmierend. Kulturlandschaften, die ehemals artenreichen Lebensraum boten, veröden aufgrund zunehmender Homogenisierung. Weniger als 10 % der Grünlandlebensräume sind in einem günstigen Zustand und mehr als 80 % der Grünlandbiotope werden als gefährdet eingestuft3. Der intensive Einsatz von Pestiziden, starke Düngung, Verlust von Landschaftselementen, Einengung der Fruchtfolgen, Eutrophierung und der Verlust von für den Naturschutz wertvollem, gewachsenem artenreichem Dauergrünland werden für den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft verantwortlich4. Seit 2009 ist ein Drittel der Insekten und Spinnen aus den Wiesen und Wäldern Deutschlands verschwunden, bei den Vogelarten wird ein erheblicher Bestandsrückgang verzeichnet5. In den Jahren 1998 bis 2009 sind die von der Agrarlandschaft beherbergten Vogelarten um 36 % zurückgegangen6. Die intensive Landwirtschaft hinterlässt deutliche Spuren, die die in Deutschland ausgewiesenen Schutzgebiete nicht kompensieren können. Ein Umdenken ist daher zwingend erforderlich, Landwirtschaft muss wieder Lebensraum schaffen. Es bedarf einer Agrarwende!

Stichworte

Rechtliche Herausforderungen, Permakultur

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