Dieses Faktenblatt wurde im Rahmen des Pilotprojekts «Klimaneutrale Landwirtschaft Graubünden» erarbeitet und die Resultate werden im Schlussbericht zum Monitoring durch Agroscope weiter eingeordnet.
Publikation
25.11.2025
Autorinnen / Autoren
Kay, Sonja; Jäger, Mareike; Anspach, Victor; Hirschvogel, Christa
Agroscope, ZHAW
Zusammenfassung
Agroforstsysteme wirken als Kohlenstoffsenken: während ihres Wachstums binden Bäume und Sträucher CO₂ und speichern es in ihrer holzigen Biomasse sowie im Boden. Dadurch wird der Atmosphäre CO₂ entzogen. Solange das Holz nicht verrottet oder verbrannt wird, entfaltet der in der holzigen Biomasse gebundene Kohlenstoff eine Klimawirkung. Es gibt u.a. Systeme mit Wertholz, Obst- oder Nussbäumen und schnellwachsenden Bäumen sowie Hecken wie bspw. Futterhecken. Agroforstsysteme bieten zudem Potenzial zur Klimaanpassung durch die Erhö-hung der Resilienz der Agrarsysteme. Monitoring: Das Monitoring erfolgt durch die Messung des Durchmessers und der Höhe der Bäume bzw. Hecke und der Berechnung des Holzvolumens. Diese Daten erlauben eine modellbasierte Abschätzung des gespeicher-ten Kohlenstoffs pro Hektare. Empfehlungen: Da Bäume Zeit zum Wachsen benötigen und ihr volles Senkenpotenzial erst mit zunehmendem Alter entfalten, sollte die Etablierung rasch gefördert werden. Eine Anschubfinanzierung und gezielte Beratungen werden als zentrale Hebel empfohlen, um Anfangsschwierigkeiten bzw. bestehende Hemmnisse zu überwinden. Dann kann Agroforst einen bedeutenden, multifunktionalen Beitrag zur klimaneutralen Landwirtschaft leisten.
Partager cet article