Agroforstwirtschaft als Instrument der Klimaanpassung in der Landwirtschaft
Buchkapitel
Publikation
Gerhardt, Philipp; Franke, Sassa; Auerswald, Karl
Zusammenfassung
Agroforstwirtschaft verbindet gezielt Gehölze mit Ackerbau oder Grünland auf derselben Fläche. Historisch war diese Form der Landnutzung weit verbreitet, wurde jedoch im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft stark zurückgedrängt. Angesichts von Trockenheit, Hitze, Erosion und Sturzfluten gewinnt sie heute erneut an Bedeutung. Agroforstsysteme können das Mikroklima verbessern, indem sie die Windgeschwindigkeit senken, Verdunstungsstress reduzieren, Wasser besser in der Fläche halten und damit zur Kühlung sowie zur Minderung von Wetterextremen beitragen. Zugleich fördern sie Biodiversität, Biotopvernetzung sowie Boden- und Gewässerschutz. Auch betriebswirtschaftlich bieten sie Vorteile, da Erträge stabilisiert und zusätzliche Produkte wie Holz oder Früchte erzeugt werden können. Der Beitrag zeigt, dass Agroforst zu den vielversprechendsten Instrumenten der Klimawandelanpassung und zugleich der Klimawandelabmilderung in der Landwirtschaft gehört. Für eine schnelle Verbreitung bedarf es jedoch besserer Förderbedingungen sowie einer breiteren Vermittlung des Wissens über die großen Vorteile von Agroforstsystemen.
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