Von der Forschung ins Feld und zurück – Beitrag im Permakultur Magazin 2026

Bildungsaustausch Permakultur in Nennigkofen SO
Bild: Adrian Reutimann

Die Kompetenzplattform Permakultur-Landwirtschaft unterstützt Schweizer Höfe und Permakulturinteressierte.

Vier Jahre nach ihrer Gründung ist die Schweizer Kompetenzplattform Permakultur-Landwirtschaft zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden. Monatlich besuchen über 3.000 Menschen die Webseite, um sich über Permakultur zu informieren. Dreimal so viele wie zu Beginn des Projekts. Permakulturelle Systeme bieten angesichts schwindender fruchtbarer Böden und steigendem Ressourcenverbrauch eine wichtige nachhaltige Alternative, da sie Ertrag und ökologische Stabilität verbinden.

Wissensbeschaffung, spezialisierte Beratung und Forschung stehen immer noch in den Anfängen. Deshalb gründeten der Verein Permakultur-Landwirtschaft (PELA) und die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) 2021 ihre gemeinsame Plattform. Sie bündelt bestehende Kompetenzen in den Bereichen Agrarökologie, Boden, Unterricht, Beratung und Wirtschaft.

Forschung und Praxis

Die Plattform betreibt eine laufend aktualisierte Datenbank mit Forschungsergebnissen, Praxiserfahrungen und Fachkontakten. Landwirtinnen, Behörden, Medien und interessierte Privatpersonen können hier Fragen stellen, die direkt beantwortet oder an Fachpersonen mit spezifischem Wissen weitergeleitet werden. »Wir vermitteln Menschen, die ihren Hof nach Permakultur-Prinzipien weiter entwickeln möchten, an Menschen, die ihnen helfen können«, so Adrian Reutimann, Leiter des Kompetenzzentrums. Auch kantonale Landwirtschaftsämter hätten sie bereits kontaktiert. »Wir helfen auch Menschen, die auf Permakultur-Betrieben mitarbeiten wollen, einen passenden Hof zu finden. Oder Studierenden entsprechende Projekte oder Literatur zu finden«, so der Projektleiter.

Ein Schwerpunkt liegt demnach auch in der Beschaffung und Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem In- und Ausland. Alle Informationen sind öffentlich zugänglich und bilden so eine fundierte Grundlage für den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. Hervorzuheben ist dabei, dass finanzielle Aspekte von den Betrieben nicht als grosse Hürde empfunden werden. »Betriebe, die in diese Richtung gehen wollen, sind so überzeugt, dass etwas gemacht werden muss und ‚brennen‘ dafür, dass sie einfach Schritt für Schritt umsetzen, was möglich ist«, erzählt Reutimann. Zudem gebe es bereits diverse Stiftungen, die bei der Umsetzung von konkreten Projekten unterstützen.

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