Syntropische Agroforstwirtschaft in Europa? | Erfahrungen von La Vialla in der Toskana – Film vom 17. August 2026

Syntropische Agroforstwirtschaft in Europa? | Erfahrungen von La Vialla in der Toskana
Bild: climatefarmdemo.eu
Source : Farm Demo und FiBLFilm

Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels beschäftigt sich der biodynamische Betrieb La Vialla in der Toskana mit syntropischer Agroforstwirtschaft. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) untersucht der Betrieb, ob dieser in Brasilien entwickelte und von natürlichen Waldökosystemen inspirierte Ansatz auch der europäischen Landwirtschaft helfen kann, sich an ein sich wandelndes Klima anzupassen.

Das Video stellt die Prinzipien der syntropischen Agroforstwirtschaft vor, bei der Bäume, Sträucher und Nutzpflanzen in mehrschichtigen Systemen kombiniert werden, die die natürlichen Prozesse der ökologischen Sukzession nachahmen. Anstatt Pflanzen als Konkurrenten zu betrachten, basiert das System auf Zusammenarbeit, Biodiversität und kontinuierlicher Regeneration.

Auf La Vialla wird der Wein- und Olivenanbau mit verschiedenen Baumarten, Duftpflanzen und Kulturpflanzen kombiniert, um die Bodengesundheit zu verbessern, die Wasserversickerung zu steigern, kühlere Mikroklimata zu schaffen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit zu stärken.

Die syntropische Agroforstwirtschaft knüpft zudem an traditionelle Anbaumethoden an. Ein Beispiel hierfür ist die italienische „vite maritata“, bei der Weinreben auf lebenden Bäumen wachsen. Diese historische Anbaumethode wird derzeit als mögliche Antwort auf den zunehmenden Hitzestress in Weinbergen neu bewertet, wobei die Wechselwirkungen zwischen Rebstöcken und Begleitpflanzen zudem die Trauben- und Weinqualität verbessern können.

Mit Beiträgen von: Alceo Orsini, Betriebsleiter, La Vialla; Lin Bautze-Boeke, Wissenschaftlerin, FiBL Schweiz; Felipe Pasini, Berater für syntropische Agroforstwirtschaft; Marco Cervellera, Önologe, La Vialla

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