Erfahrungswissen und Forschungsergebnisse im Vitiforst – Beitrag vom 20. März 2025

Kopfweiden Reben Vitiforst
Bild: FiBL, Linnéa Hauenstein

Text von www.bioaktuell.ch:

Der letzte Termin aus der Agroforst-Webinarreihe von FiBL und IG Agroforst diesen Winter beschäftigte sich mit Agroforstsystemen im Rebbau, Vitiforst genannt. Die Kombination aus Erfahrungswissen und Forschungsergebnissen bietet bei dem derzeitigen Wissensstand die bestmöglichen Anhaltspunkte, erklärten Linnéa Hauenstein, Projektleiterin im Bereich Vitiforst am FiBL, und Daniel Wyss, Bioweinbauberater beim Handelsunternehmen Delinat.

Linnéa Hauenstein fasste den aktuellen Forschungsstand zum Thema Vitiforst wie folgt zusammen: «Wir befinden uns immer noch in einer Pionierphase und die Wissenschaft kann derzeit keine generellen Antworten auf Fragen aus der Praxis bringen.» Eine Kombination aus den Erfahrungen von Betrieben und der Beratung sowie erste Forschungsresultate geben aber Anhaltspunkte.   

Reben sind Waldrandpflanzen 

«Vite maritata», mit Bäumen verheiratete Reben, heissen die Reste von uralten Anbausystemen, die schon die Römer praktiziert haben. Mit eindrücklichen Bildern und Gemälden zeigte Daniel Wyss, wie dabei die Weinreben hoch in die Bäume ranken. In diesen Systemen vertragen die Reben die Konkurrenz sehr gut, aber mit unserer traditionellen Erziehung in Mitteleuropa sei der Schatten unter grossen Bäumen schnell ein Thema, führte er aus.  

Delinat betreibt in der Provence in Frankreich das Forschungsweingut Château Duvivier. Wyss stellte die Aktivitäten rund um den Vitiforst in den Delinat-Reben vor: Mit Pflanzungen von rund 100 Bäumen und Sträuchern pro Hektar wollen sie den folgenden Fragen auf die Spur kommen: Kann die Klimaresilienz mit Vitiforst verbessert werden und wie müssen die Bäume gepflegt werden, damit es keine Konkurrenz gibt.

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