Vom Gasthaus Aescher zur Permakultur im Alpstein auf 950 m ü M. – Beitrag vom 02. Juli 2026

Nicole Knechtle
Bild: Alexandra Stückelberger
Quelle: www.bauernzeitung.ch

Nach Jahren in der Gastronomie haben Nicole und Bernhard Knechtle in Weissbad AI einen Demeter-Betrieb mit Gemüse, Kräutern, Obst und robusten Tierrassen aufgebaut. Auf 950 m ü. M. setzen sie auf Permakultur, Direktvermarktung und Wissensvermittlung.

Nicole und Bernhard Knechtle hatten jahrelang das Gasthaus Aescher im Alpstein geführt – bis ihr Herzblut für die Gastronomie unter dem touristischen Rummel unterging. «Es gab kaum mehr Platz für uns als Familie», erzählt Nicole Knechtle. Sie beschlossen, ins Tal nach Weissbad zu ziehen, wo sie 7 ha Land von ihrer Grossmutter übernehmen konnten. Dieses war zuvor verpachtet und konventionell bewirtschaftet worden.

Mischkulturen und grosse Vielfalt an Pflanzen

Ein Haus und eine kleine Scheune waren bereits vorhanden. Alles andere entwickelte sich: «Wir wollten etwas Neues aufbauen», erzählt Nicole Knechtle, die einst nach ihrer KV-Ausbildung eine Zweitlehre als Landwirtin angehängt hatte. «Es zog uns zu den Tieren und zum Anbau von Gemüse und Obst.»

Es war klar, dass sie die 80 Aren ebenfalls nach den Grundsätzen der Permakultur bewirtschaften würden. Dazu jedoch stand viel Arbeit an. Sie strukturierten den ganzen Garten um, mit drei Teichen im Wasserkreislauf sowie Kulturen im Terrassenanbau mit Erntewegen den Höhenlinien entlang. Zudem begannen Nicole und Bernhard Knechtle, mit dem lokalen Verein «Der Kulturgarten» zusammenzuarbeiten. Im Rahmen dieses Projekts können die Mitglieder eine wöchentliche Gemüsetasche abonnieren oder ein Selbsternte-Abo lösen. Auf diese Weise helfen rund 40 Personen regelmässig im Garten mit. Indem sie den grössten Teil der Kräuter dem Kräuterschopf in Appenzell liefern können, ergab sich eine weitere Zusammenarbeit.

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