Text von www.bauernzeitung.ch:
Kleinstrukturen werden gefördert und sie wirken, wie eine neue Studie der Universität Bern nachweist. Sie sollten regional koordiniert angelegt werden. Landwirt Reinhard Winter aus Wädenswil ZH freut sich über jedes Wiesel – denn Mäuse machen sich über sein Gemüse her und Rotmilane helfen da kaum.
«Die Mäuse fressen gerne alles, was eine schöne Wurzel hat», schildert Reinhard Winter. Der Bio-Landwirt aus Wädenswil ZH bewirtschaftet eine halbe Hektare mit diversen Gemüsesorten, die vornehmlich direkt vermarktet werden. Rund um seine Flächen befinden sich vornehmlich Weiden. «Die dicken Wurzeln von Rüebli, Süsskartoffeln und überwintertem Winter-Radicchio oder von Artischocken – das finden die Mäuse toll.» Zwar habe es in der Gegend viele Rotmilane, sagt Winter. Die würden aber kaum einmal eine Maus fangen und eher noch den vereinzelten Mäusebussarden ihre Beute abjagen.
Hauptnahrung: Feld- und Schermäuse
Mehr Freude als an Raubvögeln hat Reinhard Winter an Wieseln. «Wenn ein Wiesel da ist, muss es fressen – und es frisst Mäuse», stellt er fest. Die kleinen Beutegreifer ernähren sich hauptsächlich von Feld- und Schermäusen. «Wiesel» ist ein Oberbegriff für Hermeline und Mauswiesel, beide Arten sind in der Schweiz heimisch und mit Marder sowie Dachs verwandt. Hermeline tragen im Winter ein weisses Fell und haben immer eine schwarze Schwanzspitze. Mauswiesel sind kleiner als Hermeline, bleiben – bis auf eine Unterart in den Alpen – das ganze Jahr braun-weiss und haben auch einen braunen Schwanz.
«Ein Hermelin frisst in der Regel ein bis zwei Wühlmäuse pro Tag», erklärt Andrin Dürst, Doktorand am Institut für Ökologie und Evolution an der Universität Bern. Wiesel bewohnen strukturreiche Landschaften, die ihnen Versteck-, Fortpflanzungs- und Jagdmöglichkeiten bieten.
…