Potential von Agroforstsystemen zur Erreichung der „Umweltziele Landwirtschaft“

Masterarbeit

Eine GIS-basierte MCDA für den Kanton Zürich

Publikation
16.03.2020

Autorinnen / Autoren
Christoph Graf von Pfeil


ETH Zürich


Zusammenfassung

Die Ausrichtung der Landwirtschaft in der Schweiz zeigt mit der Agrarpolitik ab 2022 eine Verän-derung in Richtung umweltschonende und nachhaltige Landwirtschaft, ressourceneffiziente und -schonende Produktion, standortangepasste Bewirtschaftung und multifunktionale Landwirt-schaft auf. Der Statusbericht der „Umweltziele Landwirtschaft“ (UZL) 2016 zeigt, dass viele Ziele, die sich die Landwirtschaft stellt, noch nicht erreicht sind. Agroforstsysteme (AFS) weisen eine Reihe von Ökosystemleistungen auf und können durch die Multifunktionalität zur Erreichung der Ziele beitragen. Mit einer GIS-basierten MCDA wird das Potential von AFS zur Erreichung der UZL für den Kanton Zürich quantifiziert. Dazu wurden Kriterien entwickelt, die auf den Leistungen der AFS beruhen und sich an den Teilzielen der UZL orientieren. Die Kriterien wurden mit Experten gewichtet, um die Relevanz der Kriterien für die Landwirtschaft mit einfliessen lassen zu können. Die Layer zu den Kriterien wurden mit den Softwares ArcGIS und R bearbeitet, überlagert und den landwirt-schaftlichen Nutzflächen im Kanton Zürich zugeordnet. Die Resultate zeigen das Potential von AFS zur Erreichung der UZL auf Parzellenebene. Anhand der Karten wird deutlich, wo das grösste Potential von AFS konkret liegt. Die Ergebnisse zeigen auch, dass auf 6894 Parzellen, die rund 5% der landwirtschaftlichen Nutzflächen des Kantons Zürich ausmachen, neun oder mehr Umweltdefizite und Umweltverbesserungen überlagern. AFS können demnach einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der UZL leisten.

Mots-clés

Agroforst, Umweltziele

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