Förderung agrarökologischer Prinzipien im Schweizer Agrar- und Ernährungssystem

Artikel

Agrarökologie
Bild: Giorgio Hösli

Perspektiven, Handlungsfelder und Massnahmen

Publikation
17.02.2025

Autorinnen / Autoren
Vera Steiner, Sibyl Huber, Gianluca Giuliani, Christian Flury

Verlag
Stiftung Biovision


Zusammenfassung

Das aktuelle Agrar- und Ernährungssystem ist weder ökologisch, sozial oder ökonomisch nachhaltig. Innovative Landwirtschaftsbetriebe zeigen, dass die bestehenden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen oft einschränkend wirken und eine Transformation behindern. Der Klimawandel macht eine grundlegende Transformation nötig, was auch der Bundesrat in seiner Klimastrategie Landwirtschaft und Ernährung 2050 betont. Deshalb soll in der nächsten Agrarpolitik 2030+ ein ganzheitlicher Ernährungssystemansatz im Zentrum stehen und die Agrarpolitik auf die Ernährungssystempolitik ausgeweitet werden. Die Stiftung Biovision greift diese Stossrichtung mit dem Programm «Agrarökologische Transformation Ernährungssystem Schweiz 2024–2027» auf. Ziel ist es, die Instrumente in der AP30+ stärker auf die agrarökologische Vielfalt auszurichten. Biovision zeigt anhand von erfolgreichen Praxisbeispielen, sogenannten Leuchtturmbetrieben, mögliche Visionen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem in der Schweiz auf. Mit der vorliegenden Studie sollen praxisnahe Hebel und Massnahmen identifiziert werden, um die Agrarpolitik 2030+ stärker auf die Agrarökologie – als das von Biovision formulierte Zielbild für die zukünftige Landwirtschaft – auszurichten. Die Anforderung an die identifizierten Hebel und Massnahmen ist, dass sie Initiativen und Betrieben, welche bereits jetzt agrarökologische Konzepte verfolgen, unterstützen, sowie den Einstieg für eine breite Masse an Betrieben erleichtern. Die Studie stützt sich dabei stark auf die Einschätzungen und Erfahrungen von Expert*innen aus der landwirtschaftlichen Praxis, wobei es sich um Betriebe handelt, die sich bereits für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem interessieren und einsetzen, wie zum Beispiel die Leuchttürme von Biovision. Für die Begleitgruppe der AP30+ als primäre Zielgruppe sollen pragmatische Lösungen und Empfehlungen erarbeitet werden, die im Rahmen der überarbeiteten Agrarpolitik umsetzbar sind. Agrarökologie baut auf einem Ernährungssystemansatz auf und beinhaltet die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Konsum. Das Ziel von agrarökologischen Massnahmen ist ein nachhaltiges Management der natürlichen Ressourcen, wodurch vielfältige, resiliente und produktiven Ökosysteme geschaffen bzw. unterstützt werden. Neben den ökologischen Prozessen und Interaktionen sind auch soziale, ökonomische und politische Dimensionen wichtig. Die Transformation in ein agrarökologisches Agrar- und Ernährungssystem erfolgt in fünf Levels, wobei höhere Levels tiefgreifendere Veränderungen erfordern (nach Gliessman, 2016).

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